Thomas von Deschwanden hat als Polier der Implenia Schweiz AG auf der Baustelle des neuen Kantonsspitals Uri (KSU) alle Fäden in der Hand. «Geht nicht, gibt’s nicht», sagt der 29-jährige Altdorfer.

Nein, eine Baustelle wie jede andere sei diese bestimmt nicht, erklärt Polier Thomas von Deschwanden. «Als Urner bin ich sehr stolz darauf, zusammen mit einem seit Jahren eingespielten Team das neue Kantonsspital bauen zu dürfen», präzisiert er. Das KSU bezeichnet er als seinen bisherigen Karrierehöhepunkt. Und das mit 29 Jahren. An seine Pensionierung zu denken, sei aber definitiv noch zu früh, meint er lachend.

Als Polier ist Thomas von Deschwanden der Chef auf der Baustelle und für das Tagesgeschäft zuständig. Er legt die Tagesziele fest, rapportiert, kontrolliert, optimiert und bestellt
das Material. Dabei setzt er mit rund 40 Personen aus sieben Nationen die Pläne der Architekten und Planer um. Lösungsorientiertes Denken, Mut zum Improvisieren und Kreativität
sind Eigenschaften, die ihm als Polier helfen, jeden Tag etwas Neues zu erschaffen. Dies setzt er unter grossem Zeit- und Kostendruck um. Trotz diesem Druck steht die Sicherheit
auf der Baustelle an erster Stelle.

Aber noch etwas anderes ist ihm sehr wichtig: Teamgeist. «Denn nur als Einheit können wir die verlangte Leistung erbringen», sagt Thomas von Deschwanden bestimmt.

An der Seedorferstrasse steht ein Muster der künftigen Spitalfassade. Dieses sogenannte MoKab hilft mit, dass das neue
Gebäude auch in der Praxis taugt.

Vis-à-vis des Parkplatzes der Feldli-Sportanlage steht seit Frühling dieses Jahres eine bemerkenswerte Konstruktion. Das vier Meter hohe Bauwerk aus Beton ist ein Muster der neuen Spitalfassade, und zwar im Massstab 1:1.

Das Material, die grossen Fenster und die Farbgebung entsprechen in etwa der späteren Erscheinung des Neubaus. Es ist wichtig, so ein Muster aufzubauen, damit die Planer vor Ort sehen, wie sich das gewählte Material verhält. Auch werden viele Details getestet, zum Beispiel die Föhntauglichkeit des künftigen Sonnenschutzes.

So können Nutzer, die Planer und die Baufachleute sich ein reales Bild machen und wichtige Optimierungen treffen. Denn diese Fassadenelemente kommen am Neubau viele dutzend Male vor.

Auch die vorbeispazierenden Urnerinnen und Urnern erhalten schon einen kleinen Einblick, wie das Kantonsspital Uri zukünftig von aussen aussehen wird. Das Musterobjekt wird vorerst dort stehen bleiben und dient beim Aufbau der Fassade als Referenz. Kurz vor der Eröffnung des Neubaus wird es dann abgebaut.

Jetzt geht es rasant voran mit dem Neubau KSU: Bis im Sommer 2020 sind alle Arbeiten zum Neubau vergeben und der Rohbau steht.

Petrus hat es Anfang Jahr mit den Arbeiten auf der Baustelle des Neubaus des Kantonsspitals Uri gut gemeint: Statt Schnee und Matsch schien nach der Weihnachtspause die Sonne. Das Wetter wurde genutzt: Die Arbeiten am Untergeschoss sind gutvorangekommen. Fortschritte gab es auch bei der neuen Energiezentrale – sie ist das technische Herzstück des neuen Gebäudes und beherbergt wichtige technische Einrichtungen für den späteren Betrieb.

Aktuell laufen die Baumeisterarbeiten am Erdgeschoss. Hier finden die Eingangshalle mit dem Empfang, der Notfall, das interdisziplinäre Ambulatorium mit Untersuchungsräumen und das neue Restaurant des KSU Platz. Die ersten Raumteilungen sind schon sichtbar. «Jetzt wächst der Neubau buchstäblich aus dem Boden heraus», erklärt Projektleiter René Mulle. Bis im Sommer 2020 soll der Rohbau mit vier oberirdischen Geschossen hochgezogen sein. Dann sieht man zum ersten Mal die kompletten Dimensionen des Neubaus.

Im Verlauf des Jahres 2020 stehen die Bauarbeiten an der Gebäudehülle mit Fenstern, Fassaden und Dachabdichtungen auf dem Programm. Bis Anfang 2021 soll die gesamte Gebäudehülle geschlossen sein. Ab diesem Zeitpunkt geht es im Innern des Neubaus mit Haustechnikinstallationen, Leichtbauwänden, Unterlagsböden etc. weiter, bevor es an den eigentlichen Innenausbau und dem Einbau der Medizintechnik geht. In Betrieb genommen werden soll der Neubau im Sommer 2022.

In den vergangenen Wochen konnten weitere Arbeiten für den Um- und Neubau des Kantonsspitals Uri vergeben werden. Stand Ende November 2019 sind rund 70 Prozent der Bauleistungen für den Neubau bereits vergeben worden. Die Aufträge werden gemäss Submissionsgesetz fast ausschliesslich im offenen Verfahren im Staatsvertragsbereich ausgeschrieben. Die Konkurrenz ist gross, da sich Unternehmen aus der ganzen Schweiz und auch dem Ausland bewerben können. Sehr erfreulich ist, dass dennoch viele Urner Unternehmen berücksichtigt werden konnten. Von den Aufträgen, für die sich Urner Unternehmen beworben hatten, gingen über 70 Prozent an Urner Firmen. In Franken ausgedrückt: Bisher gingen Aufträge für 24.5 Millionen Franken ans Urner Gewerbe. «Das ist ein sehr hoher Wert und zeigt, dass die Einheimischen konkurrenzfähig sind und vom Bau direkt profitieren können», sagt Baudirektor Roger Nager.

Bei den Arbeitsvergaben spielt nicht nur der Preis eine Rolle, sondern auch Erfahrung und Referenzen, die Leistungsfähigkeit des Unternehmens sowie die Schlüsselpersonen. Den Urner Unternehmen kommt auch zugute, dass Arbeitsgemeinschaften (ARGEs) bei den Offerteingaben ausdrücklich zugelassen sind. So können sich Urner Firmen, die für sich alleine zu klein für einzelne Aufträge wären, mit anderen Firmen zusammenschliessen. Als nächste Arbeitspakete werden im Jahr 2020 unter anderem Gipserarbeiten, Bodenbeläge, Deckenbeläge, Schreinerarbeiten, Malerarbeiten oder Umgebungsarbeiten vergeben.

Aktuell ist der Baumeister an der Bodenplatte und dem Untergeschoss am Arbeiten. Bis Ende Aktuell ist der Baumeister an der Bodenplatte und dem Untergeschoss am Arbeiten. Die Arbeiten schreiten termingerecht voran. Bis Ende Sommer 2020 sind dann alle Arbeiten für den Neubau vergeben. Voraussichtlich im dritten Quartal 2022 wird der Neubau bezogen. Dann folgt der Umbau des bestehenden Traktes D. Ganz abgeschlossen sein wird der Um- und Neubau des Kantonsspitals Ende 2025.

 

Die Baugrube entsteht: Sehen Sie die Arbeiten der vergangenen Monate im Zeitrafferfilm, vom Fällen der Mammutbäume bis zum Aushub der Baugrube.

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Mit dem Um- und Neubau Kantonsspital Uri geht es voran. Die Baubewilligung wurde erteilt. Gegen das Projekt sind keine Einsprachen eingegangen. Derzeit stehen im Planungsteam zwei Arbeiten im Zentrum: Zum einen wird der Kostenvoranschlag weiter präzisiert, zum anderen wird die Submission der ersten grösseren Arbeitspakete vorbereitet. Der Spatenstich soll im Frühjahr 2019 stattfinden. Läuft alles nach Plan, geht der Neubau im Jahre 2022 in Betrieb . Anschliessend wird der bestehende Trakt D umgebaut. Die letzten Arbeiten werden bis ins Jahr 2025 andauern. Weiterlesen

Der Urner Landrat hat dem Kredit für den Um- und Neubau des Kantonsspitals Uri am Mittwoch, 19. April 2017, mit überwältigendem Mehr zugestimmt. Jetzt liegt das letzte Wort bei den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern: Am 24. September 2017 entscheiden sie, ob das Generationenprojekt gebaut wird. Weiterlesen

Das Vorprojekt für den Um- und Neubau des Kantonsspitals Uri (KSU) ist abgeschlossen. Mit 115 Mio. Franken fällt der Baukredit, den der Steuerungsausschuss dem Regierungsrat als Antrag vorlegt, um rund 7 Mio. Franken höher aus, als ursprünglich veranschlagt. Die zusätzlichen Kosten begründen sich mit baulichen Anpassungen, die den Betrieb des KSU langfristig vereinfachen und vergünstigen. Das KSU wird die Investitionskosten dem Kanton über eine jährliche Nutzungsgebühr wieder abgelten. Weiterlesen

Haben Sie Detailfragen zum neuen Spital? Wir haben für Sie einen umfassenden Fragenkatalog zusammengestellt, der alle Bereiche des Spitalneubaus beleuchtet. Nutzen Sie das angefügte Dokument, um sich vertieft mit dem Generationenprojekt auseinanderzusetzen. Weiterlesen

Am Montag, 11. Januar 2016, wurde das Siegerprojekt für den Um- und Ausbau des Kantonsspitals Uri den Medien präsentiert.

Sehen Sie hier den TV-Beitrag auf Tele 1: Weiterlesen