Mit dem Um- und Neubau erhält das KSU nicht bloss eine neue Hülle. Auch im Innern werden Arbeitsabläufe und Raumnutzung optimiert. Davon profitieren sowohl die Patientinnen und Patienten als auch die Angestellten des KSU.

Idealerweise kann der Neubau des KSU, als Ersatz für die teilweise mehr als 50 Jahre alten Bauten des Behandlungs- und Untersuchungstraktes sowie des Bettenhochhauses, in unmittelbarer Nähe der bestehenden Bauten auf dem Areal des KSU realisiert werden. Ein grosser Vorteil dieses Standorts ist die Unabhängigkeit vom laufenden Spitalbetrieb: Der Neubau kann praktisch ohne grosse Beeinträchtigung des Spitalbetriebs und ohne aufwändige Provisorien erstellt werden. Die nicht mehr benötigten Altbauten werden erst nach dem Umzug in den Neubau zurückgebaut. Zudem ist der Standort mit der Nähe zu den öffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut erschlossen.

Betrachtet man die Entwicklungen in der Medizin der letzten 50 Jahre, kann wohl kaum mit Sicherheit vorausgesagt werden, welchen genauen Anforderungen ein Spital in den nächsten 50 Jahren genügen muss. Die Räume eines künftigen Spitals müssen deshalb wandelbar und mit wenig Aufwand den stetig wechselnden Bedürfnissen angepasst werden können. Mit dem Neubau des KSU entsteht ein moderner, zweckmässiger Rasterbau mit genügend grossen zusammenhängenden Geschossflächen, einer flexiblen Erschliessungsstruktur und nichttragenden Zwischenwänden. Damit können die notwendige Nutzungsflexibilität und Erweiterbarkeit sichergestellt werden. Neben der zweckmässigen Raumanordnung wird der Arbeitsalltag der Angestellten durch eine motivierende Raumgestaltung bereichert. Aber auch die Patienten sollen durch die räumliche Gestaltung im Heilungsprozess (z.B. durch viel natürliches Licht) unterstützt werden.

Bei der Planung des Neubaus wird besonders grosser Wert auf die zukünftigen optimierten Betriebsabläufe und die Anordnung der Räume gelegt. So werden zum Beispiel die Wege der Patienten und Besucher möglichst konsequent von den Personal- und Logistikwegen getrennt. Mit den optimierten Betriebsabläufen können die während der ganzen Betriebszeit eines Spitals anfallenden Kosten minimiert werden. Diese Betriebskosten betragen auf lange Sicht ein Mehrfaches der einmaligen Investitionskosten und sind bei der wirtschaftlichen Betrachtung entscheidend. Neben den Optimierungen im Untersuchungs- und Behandlungsbereich wurden insbesondere die Bettenstationen auf einen effizienten Betrieb ausgelegt. Angedacht ist, dass sämtliche Zimmer einheitlich ausgestattet und mit maximal zwei Betten belegt werden. Selbstverständlich wird beim Neubau auch der Ökologie und Nachhaltigkeit Rechnung getragen.

Ein Ja am 28. September 2014 zum Planungskredit für den Neu- und Umbau des KSU ist ein weiterer Meilenstein in der erfolgreiche Gesundheitspolitik des Kantons Uri und sichert den modernen und nachhaltigen Betrieb des KSU zugunsten der Urner Patientinnen und Patienten.